Dr. Matthias Beyer, Chemiker, gewann am Samstag den ScienceSlam in der Linse in Weingarten mit 171 und damit 9 Punkten Vorsprung vor dem Psychologen Dr. Norbert Lenartz.

Bevor der Vortrag über die "Biodegradierbaren Hybridpolymere für die Regenerative Medizin" begann, konnte sich wohl kaum jemand etwas unter diesem Titel vorstellen. Mit anschaulichen Party- und Verkleidungsbildern sowie lustigen Polonaisen klärte Matthias das Publikum aber auf und bot spannende Unterhaltung auf wissenschaftlichem Niveau, die am Ende mit dem Sieg belohnt wurde. So durfte er erneut ein Geo-Abo mitnehmen, denn auch in Karlsruhe und Würzburg konnte er den ScienceSlam schon einmal für sich entscheiden.

Aber auch die Platzierten boten tolle Beiträge, so blieb es dann am Ende auch spannend, als Dr. Norbert Lenartz als Letzter auf die Bühne kam. Seine Aufregung baute er geschickt in seinen Vortrag über Stressbewältigung, Gesundheitskompetenz und Selbstregulation ein und überzeugte mit einer Punktlandung von 10 Minuten auch in der Zeit.

Julia Krawielicki von der ETH Zürich hatte den undankbaren ersten Startplatz zugelost bekommen. Mit ihrem Vortrag über die speichernde NSA des Pflanzenreichs und die aufschlussreichen Ergebnisse aus der Biogeologie legte sie schon einmal vor, wie ein ScienceSlam auszusehen hat.

Als Zweiter ging David Schoch von der Uni Konstanz an den Start. Er erklärte anhand einer Studie über leckende Kühe wie Soziale Netzwerke funktionieren oder auch nicht und welch einfache Bedingung diesen eigentlich zugrundeliegt, auch wenn es unheimlich komplizierte Formeln darüber gibt.

Ihm folgte Annkathrin Schwenk von der Hochschule Neu-Ulm, die Jüngste auf der Bühne der Linse an diesem Abend. Die angehende Bachelorandin des Informationsmanagements zeigte anschaulich, warum Frauen in MINT-Fächern unterrepräsentiert sind, jedoch nicht unbedingt im Studium, sondern insbesondere in der Wissenschaft. MINT definierte sie übrigens auch einmal ganz anders. Oder wussten Sie, was es alles in Pfefferminzfarben für Frauen gibt? Sie bot auch gleich eine Lösung für das weibliche Geschlecht: Ein Punktekonto in Form von Treuepunkten für Frauen bei paypal und co.

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